Die schulinternen Legasthenie-Tests finden in der 4. Grundschulklasse statt. Dies ist sehr spät - denn je früher eine Förderung einsetzt, desto erfolgreicher ist sie und sie kann dann helfen, den Leistungsdruck für den betroffenen Schüler gar nicht erst massiv entstehen zu lassen.
Bereits in der 1. Klasse gibt es Hinweise, die eine LRS vermuten lassen.
Wir testen die Schüler mit den Diagnostischen Bilderlisten und arbeiten mit dem Kieler Lese- und Rechtschreibaufbau. Dieses Fördermaterial erarbeitet u.a. mit Lautgebärden zunächst die lautgetreu geschriebenen Wörter, sodass am Ende der ersten Einheit diese große Gruppe des deutschen Wortschatzes sicher erlesen und geschrieben werden kann. Der Schulerfolg der Kinder hängt in allen Fächern von ihrer Fähigkeit ab, sinnentnehmend richtig zu lesen. Wenn ein Schüler nicht sinnentnehmend richtig lesen kann, ist sein Schulerfolg z.B. auch in der Mathematik gefährdet, obwohl er das Rechnen möglicherweise sicher beherrscht, denn er kann die Aufgabenstellung nicht in angemessener Zeit richtig erfassen.
Legasthenieförderung findet zunächst in Einzelunterricht oder mit zwei Schülern statt. Bei älteren Schülern und nach einer gewissen Betreuungszeit kann in den Gruppenunterricht zu viert gewechselt werden.
Für die Schüler der weiterführenden Schulen haben wir ein eigenes Rechtschreibprogramm entwickelt, das systematisch alle Rechtschreibprobleme behandelt.